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News aus der Wissenschaftsliteratur

Lancet: Schwere Infektionen in der Pädiatrie: Wie kann man sie erkennen? Wie kann man sie ausschließen?

Montag, den 15. März 2010

Darauf zielt eine systematischen Revision, die vom europäischen Netzwerk für die Erkennung schwerer Infektionen durchgeführt wurde: Eine Untersuchung, aus der einige wichtige Hinweise hervorgingen.


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Als “rote Fahnen”, also Warnzeichen sind anzusehen: Zyanose, Kurzatmigkeit, geringe periphere Perfusion und petechiales Exanthem, Temperatur über 40 °C. Darüber hinaus sind aber auch die Sorge der Eltern und der Instinkt des Kinderarztes/der Kinderärztin wichtige Signale.

Leider reicht kein einzelnes klinisches Signal aus, um die Möglichkeit einer schweren Infektion auszuschließen und die Forschung in diesem Bereich ist unzureichend: Auf der Grundlage des heutigen Wissensstandes, muss in den besonders unsicheren Fällen die Verfassung des Patienten/der Patientin mit der aktiven Unterstützung der Eltern untersucht werden.

Nachdem er den Artikel in Lancet gelesen hatte, schickte Richard Lehman, der einen Blog für das Centre for Evidence Based Medicine unterhält, am Ende des Abends ein Kind zu einem Kinderarzt (mit weniger Erfahrung als er selbst) und ein weiteres Dutzend Kinder nach Hause, mit einer ganzen Reihe von Ratschlägen zu ihrer Beobachtung, in der Hoffnung, dass alles gut gehen würde (...). „Dieser Artikel“, sagt er, „ist nur der Beginn einer besseren Triage kranker Kinder“.

Quellen:

Dawes M. Identifying sick children in primary care. Lancet, 375 (9717): 784-785, 2010.
Van den Bruel A, Haj-Hassan T, Thompson M, Buntinx F, Mant D. Diagnostic value of clinical features at presentation to identify serious infection in children in developed countries: a systematic review. Lancet, 375 (9717): 834 - 845, 2010.
Lehman R. Journal Watch, March 2010.

 

 

Letzte Aktualisierung:14/01/2020  - Alle Rechte vorbehalten © 2019
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