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Begriff Definition
Begriffskriterien oder -bestimmungen

Conceptual criteria or definitions

Die qualitative Charakterisierung von Erscheinungen, über die eine Studie läuft. Zum Beispiel: ein Patient mit Bluthochdruck, über den eine Studie läuft.

Beobachter-Bias

Observer bias

Derjenige Bias einer Studie, in dem die Messung der Ergebnisse oder des Grades der Erkrankung Gegenstand von Beeinflussungen sein können, weil die Beobachter hinsichtlich der Modalitäten der Behandlung der Patienten nicht blind sind.

Beschreibung eines evidenzbasierten klin

Evidence-based clinical case reporting

Die Beschreibung eines klinischen Falls, der auf der stärksten Evidenz durch Beobachtung des Falls und die entsprechende Literatur basiert.

Bestätigungsfehler

Confirmation bias

Die Suche nach Daten, die die aufgestellte Hypothese bestätigen, ohne gleichzeitig nach Daten zu suchen, welche ihr widersprechen, bzw. andere Lösungen nahe legen. (Quelle: De Gobbi R et al, 2015)

Bestechung

Bribery

Die Bestechung ist eine Form der Korruption und stellt eine Straftat dar. Bei der Bestechung können sowohl materielle wie immaterielle Zuwendungen angeboten werden. Es ist sinnvoll, den Strafbestand der Bestechung von dem der Bestechlichkeit zu unterscheiden. Wer besticht, bietet, verspricht oder gewährt, direkt oder indirekt, einer anderen Person eine Geldsumme oder eine andere Gegenleistung, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die Bestechung soll (i) eine andere Person dazu zu bringen, sich bei der Ausübung einer Funktion oder einer Tätigkeit pflichtwidrig zu verhalten, und (ii) die pflichtwidrig handelnde Person entlohnen. Der Bestochene akzeptiert oder verlangt, direkt oder indirekt, einen ihm nicht zustehenden Vorteil (materielle oder immaterielle Werte), für sich selbst oder für andere. (Politiche Sanitarie, 2013, 14(3): 122)

Bias

Abweichung der Untersuchungsergebnisse von den „wahren“ Ergebnissen oder Mechanismen, die zu diesen Verzerrungen führen; alle Mechanismen der Erhebung, Analyse, Interpretation, Veröffentlichung oder Revision der Daten, die zu Schlussfolgerungen führen können, die systematisch von der „Wirklichkeit“ abweichen. Die häufigsten Bias sind das „Selektionsbias“ und das „measurement- oder Messungsbias“.

Selektionsbias: Fehler durch systematische Differenzen zwischen den Eigenschaften der an der Studie beteiligten und nichtbeteiligten Personen (das heißt, eine Erkenntnisstudie, an der nur Freiwillige teilnehmen), oder zwischen denjenigen Personen, denen eine Intervention angeboten wird, bei der die Effizienz bewertet werden soll und den Personen, denen eine Kontroll-Intervention oder gar keine Intervention angeboten wird (das heißt, Patienten, denen ein Eingriff vorgeschlagen wird, sind weniger schwer als die anderen). Durch das Selektionsbias werden Schlussfolgerungen und Generalisierung der Ergebnisse nicht valide.

Messungsbias: Fehler durch verschiedene Kriterien bei der Erhebung der Endpunkte der Studie, die an die Vergleichsgruppen angelegt werden (das heißt, unterschiedliche Emphase in der Beurteilung der Auswirkungen eines Medikaments auf die Versuchsgruppe und die Kontrollgruppe).

Bliki

Anwendungen, bei denen sich die Eigenschaften von Wikis und Blogs verbinden. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Blobbogramm

Blobbogram

Siehe Forest-Plot.

Blog

Internetseite, die Online-Einträge von einer oder mehreren Personen zu einem bestimmten Thema in chronologischer Reihenfolge darstellt. Das Format des Blogs ist eine Mischung aus einem elektronischen Tagebuch und einer Zeitung, bei der die LeserInnen aufgefordert sind, sich mit eigenen Kommentaren zu beteiligen. Von dem Begriff Blog leiten sich die Ausdrücke Blogger (AutorIn eines Blogs) und Blogosphäre (Gesamtheit der Blogs) ab. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Case only study

Siehe Fallkontrollstudie ohne Kontrollen.

Chronic Care Model

Das Chronic Care Model (CCM) ist ein Modell für die ärztliche Betreuung von chronisch kranken Patienten, das von Professor Wagner und seinen Kollegen des McColl Institute for Healthcare Innovation in Kalifornien entwickelt wurde. Das Modell schlägt eine Reihe von Änderungen für die jeweiligen Gesundheitssysteme vor, mit denen der Zustand der chronisch Kranken verbessert werden kann, und empfiehlt einen "proaktiven" Umgang zwischen dem Gesundheitspersonal und den Patienten, wobei diese Letzteren selbst ein Glied des Versorgungsprozesses werden.

Das CCM kennzeichnet sich durch sechs grundlegende Komponenten:
- Die Ressourcen der Gemeinschaft;
- die Gesundheitsorganisationen;
- Unterstützung der Selbstbehandlung;
- Organisation des Teams;
- Mittragen von Entscheidungen;
- Informationssysteme zum Versuch der Beurteilung der Anwendbarkeit auf das jeweilige nationale Umfeld.

Während die ersten beiden Punkte sich durch eine große politische Wertigkeit kennzeichnen, begleiten die restlichen vier den Versorgungsweg von Patienten mit chronischen Beschwerden. Dem CCM zufolge ist die Information der Patienten und ihre Unterstützung bei der Selbstbehandlung ein Prozess von grundlegender Bedeutung, um eine Besserung des Gesundheitszustands zu erreichen, die bei chronisch Kranken auch ohne eine ständige medizinische Betreuung beibehalten werden kann.
Die Organisation des Betreuungswegs muss eine perfekte Koordinierung zwischen dem gesamten Gesundheitspersonal, auch dem nicht ärztlichen, gewährleisten, das eine äußerst wichtige Rolle beim Umgang mit Patienten mit chronischen Beschwerden hat.
Das Gesundheitspersonal muss Zugang haben zu Quellen für die berufliche Weiterbildung auf dem Gebiet der Pflege chronisch Kranker, und jede klinische Entscheidung muss von Protokollen und Leitlinien untermauert sein, die die höchste Wirksamkeit der pflegerischen Betreuung gewährleisten.
Ein umfassendes System von ärztlichen Informationen, in elektronischem Format oder in Druckform, ist dem CCM zufolge unerlässlich, um das Pflegepersonal mit Daten zu Patienten oder Gruppen von Patienten mit bestimmten chronischen Beschwerden zu versorgen. Durch Analyse der Datenbank und der Versorgungsprogramme kann das Pflegepersonal so die besten Behandlungsstrategien oder persönliche Pläne zur individuellen Betreuung ausarbeiten und danach ihre Wirksamkeit überprüfen.

Quellen:
Bodenheimer T, Wagner EH, et al. Improving primary care for patients with chronic Illness. JAMA 2002;288:1775-9.
Coleman K et al. Evidence on the Chronic Care Model in the new millennium. Health Affairs 2009;28:75-85.
Epping-Jordan JE, Pruitt SD, et al. Improving the quality of health care for chronic conditions. Qual Saf Health Care 2004;13:299-305.
Marceca M, Ciccarelli S. Cronico. Care 2007; 3: 32-6.
Wagner HC. The role of patient care teams in chronic disease management. BMJ 2000;320:569-72.
Wagner HC, Austin BT, et al. Improving chronic illness care: Translating evidence into action. Health Aff 2001; 20(6): 64-78.

Chronisch/Chronizität

Der Begriff "chronisch" wird normalerweise in Bezug auf Gruppen von Krankheiten verwendet, die einen "natürlichen Ablauf" aufweisen, der das Leben des davon betroffenen Patienten über lange Zeit begleitet. Aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Faktoren der Krankheit wird dieser natürliche Ablauf gewöhnlich schematisiert und umfasst:
- das Vorliegen der so genannten "Risikofaktoren";
- das Bestehen einer vorklinischen Phase, die – sofern ein Screening mit nachgewiesener Wirksamkeit verfügbar ist – eine frühzeitige Diagnose ermöglicht;
- die ständige Gefahr von Komplikationen (mit gleichzeitiger und progressiver Verschlechterung der Lebensqualität)

Unter dem Begriff "chronisch" werden im Wesentlichen die kardiovaskulären Krankheiten (besonders Herz- und zerebrale Ischämie), Krebserkrankungen (implizit im Hinblick auf die bösartigen Formen), eine große Gruppe von obstruktiven Erkrankungen der Atmungsorgane (chronische Bronchitis, Asthma, Emphysem) und einige Stoffwechselerkrankungen (besonders Diabetes) zusammengefasst.
Die wichtigsten Risikofaktoren assoziiert mit dem Entstehen und dem Auftreten dieser Krankheiten sind:
- der arterielle Bluthochdruck
- Übergewicht und Fettsucht
- Dyslipidämie
- Hyperglykämie
- Rauchen
- Alkohol
- Bewegungsmangel

Weniger häufig wird zur gleichen Gruppe eine große Zahl anderer Krankheiten gezählt, die meist degenerativ und entzündlich sind, wie solche im neuropsychiatrischen Bereich (zum Beispiel die Demenzen) zusammen mit vielen psychologischen Krankheitsbildern (zum Beispiel Depression), die degenerativen Knochen- und Gelenkserkrankungen (zum Beispiel Arthrose), Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (zum Beispiel Morbus Crohn), Augenkrankheiten (zum Beispiel Maculadegeneration), Frauenkrankheiten (zum Beispiel die Endometriose) oder Hauterkrankungen (zum Beispiel Psoriasis).
Im Gesundheitswesen wird der Begriff "chronisch" jedoch immer besonders im Hinblick auf den Langzeitbedarf von Behandlungen und/oder Pflege verwendet.
In diesem Kontext besteht das Ziel der Pflege daraus, die Patienten so zu versorgen, dass der Krankheitsverlauf unter Kontrolle steht und ihnen eine gute Lebensqualität gewährleistet wird. Der Schwerpunkt der Pflege muss also die Besserung des Gesundheitszustands und die Zusammenarbeit mit dem Patienten, der Familie oder Gemeinschaft beim Umgang mit der chronischen Krankheit sein. Der Ablauf von chronischen Erkrankungen kann nämlich über die Zeit beeinflusst werden, auch wenn der Verlauf der Krankheit selbst nicht verändert werden kann.

Quelle:
Marceca M, Ciccarelli S. Cronico. Care 2007; 9 (3): 32-6.

Cited Half Life

Sie gibt einen Eindruck über die durchschnittliche Lebensdauer von Zeitschriftenartikeln, indem sie die Zeit angibt, die ein Artikel benötigte, um die Hälfte aller Zitierungen zu erreichen, die er im Moment der Berechnung erlangt hat. (Quelle: Perfetti O, Impact factor, h-index e la valutazione della ricerca, 2013)

Clinical governance

Der Kontext, in dem die Gesundheitsdienste verantwortlich sind für die ständige Verbesserung der Qualität ihrer Leistungen und hohe Pflegestandards gewährleisten; dies ist möglich dank der Schaffung eines günstigen Umfelds für die Entwicklung der klinischen Vortrefflichkeit.

Der Begriff "Clinical governance" wurde Ende der Neunziger Jahre in Großbritannien geprägt: Im Dokument "A first class service" des englischen Gesundheitsministeriums (1998) wird er als das Umfeld definiert, in dem die Gesundheitsdienste verantwortlich sind für die ständige Verbesserung der Qualität ihrer Leistungen und ein hohes Versorgungsniveau gewährleisten durch die Schaffung einer günstigen Umgebung für den Ausdruck der klinischen Vortrefflichkeit.

Er entstand
- durch die Notwendigkeit, die Fähigkeit der Gesundheitsdienste, eine gute Versorgungsqualität zu bieten, als vorrangig anzusehen;
- durch das Bewusstsein der Unzulänglichkeit der Prüfungs- und Kontrollmechanismen im Ärzteberuf, um die beruflichen Leistungen auf einem akzeptablen Niveau zu halten.

Die Clinical Governance stellt eine Gesundheitspolitik dar, bei der folgende Aspekte in den Mittelpunkt gerückt werden: - Die Versorgungsqualität der Patienten - die Bedeutung der klinischen Versorgungsfunktion der Dienste und der verschiedenen Berufsbilder, die direkt dafür verantwortlich sind;
- die Notwendigkeit, dass Effizienz und klinische Angemessenheit in die tägliche Praxis der Dienste einfließen;
- die Bewertung der Qualität der Leistungen als Bestandteil der institutionellen Tätigkeit der Dienste;
- die Notwendigkeit der Überwachung, Orientierung und Regulierung der Versorgungsprozesse.

Eine Gesundheitspolitik, die diese Prioritäten hat, muss koordiniert vorgehen
- auf regionaler Ebene
- im zwischen- und innerbetrieblichen Entscheidungsrahmen
- auf der Ebene der einzelnen Teams

Die Bewertung der Qualität der klinischen Leistungen muss Bestandteil der institutionellen Tätigkeit der Dienste werden.

Innerhalb der Kliniken müssen Tätigkeiten mit folgenden Zielen implementiert werden:
- Bewertung der Wirksamkeit und Angemessenheit der erbrachten Leistungen durch klinische Audits und mehr im Allgemeinen zur Förderung von Maßnahmen in der klinischen Praxis, deren Nutzen effektiv bewiesen ist, wodurch im gleichen Maß diejenigen reduziert werden, deren Unwirksamkeit bereits bekannt ist.
- Bewertung der Leistungen der Dienste, das heißt der erzielten klinischen Resultate.
- Verwendung der Instrumente, die ein Management des klinischen Risikos ermöglichen, das heißt die kontante Überwachung kritischer Ereignisse, Zwischenfälle und Irrtümer, die sich bei der Tätigkeit im Krankenhaus ereignen können und die eine Gefahr für die Sicherheit der Patienten darstellen.

Quellen:
Grilli R. Governo clinico. Care 2003; 5(4): 19-20.
Position Statement GIMBE®: Il Governo Clinico nelle Aziende Sanitarie. Versione 1.3 del 7 febbraio 2008.
Secretary of State for Health. A first class service. London, UK, Department of Health, 1998.

Co-Interventionen

Co-interventions

Eingriffe, die von der in der Studie untersuchten Behandlung abweichen und die bei der Versuchsgruppe und der Kontrollgruppe jeweils auf eine andere Art und Weise angewandt werden. Die Co-Intervention wird ein ernstes Problem, sobald die Verblindung fehlt oder wenn die Anwendung von sehr effizienten aber nicht in der Studie untersuchten Behandlungen erlaubt ist.

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Letzte Aktualisierung:11/11/2019  - Alle Rechte vorbehalten © 2019
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