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Begriff Definition
5-year impact factor

Er ist der Mittelwert der Zitierungen in Zeitschriftenartikeln, die in den letzten fünf Jahren veröffentlicht wurden. Er wird berechnet, indem man die Anzahl der in einem Jahr erhaltenen Zitierungen durch die Anzahl aller in den vorangegangenen fünf Jahren veröffentlichten Artikel teilt. Es gibt ihn erst seit dem Journal Citation Report des Jahres 2007. (Quelle: Perfetti O, Impact factor, h-index e la valutazione della ricerca, 2013)

Absolute Risikoreduktion (ARR)

Absolute risk reduction (ARR)

Die Differenz zwischen der Rate an ungünstigen Ereignissen in der Kontrollgruppe (control event rate, CER) und der experimentellen Gruppe (experimental event rate, EER): ARR = CER - EER.

Abwägen der Wahrscheinlichkeit

Playing the odds

Der unbewusste oder bewusste Rückgriff auf eine grobe Wahrscheinlichkeitsrechnung, um die im betreffenden Moment günstigste Diagnose zu wählen; das Gegenteil besteht im „rule out worst case“, bei dem der Arzt bewusst den schlimmsten Fall in Betracht zieht, selbst wenn er selten vorkommt, damit besonders ernste Situationen nicht vernachlässigt werden. (Quelle: De Gobbi R et al, 2015)

Akkreditierung

In der weiter gefassten Begriffsbedeutung ist unter dem Begriff Akkreditierung das von einer Einrichtung – generell eine externe außerhalb der begutachteten Körperschaft – durchgeführte Bewertungsverfahren zu verstehen. Ziel ist es zu überprüfen, ob die Körperschaft bestimmte Voraussetzungen in Bezug auf eine Struktur und/oder ein Verfahren und/oder eine Aktivität (und deren Ergebnisse) hat und/oder erfüllt. Allgemeiner ausgedrückt ist Akkreditierung also ein System der Selbstregulierung mittels dessen eine (unabhängiges) Körperschaft die Qualitätsstandards einer Struktur definiert und überacht. Im Lauf der Zeit hat sich der Gebrauch des Instruments der Akkreditierung im Gesundheitswesen verbreitet und, ausgehend von den ersten Erfahrungen in den USA, weiterentwickelt. Es versteht sich stets als ein komparatives Verfahren, das anfangs in der Definition einer Reihe von Qualitätskriterien besteht und dann, während der Abwicklung einer objektiven Beurteilung durch qualifiziertes Fachpersonal, aus der Korrespondenz mit diesen Charakteristiken.
In Italien wurde der Begriff Akkreditierung auf normativer Ebene durch das D.lgs.517 von 1993 (Fortsetzung des D.lgs 502/92) eingeführt. Es wird verwendet:

- mit der selben Bedeutung wie auf nationaler Ebene, will heißen zur Definition der auf freiwilliger Basis entwickelten Aktivität einer externen und unabhängigen Agentur zur Begutachtung von Strukturen, Verfahren und Aktivitäten, mit dem Ziel der Verbesserung der Qualität eines Sanitärbetriebs (Akkreditierung von Freiwilligen oder Akkreditierung von Exzellenzen);
- als Synonym für Autorisierung, die alle öffentlichen Organisationen vor dem Hintergrund der Anerkennung erreichen sollten und die alle privaten Organisationen erhalten können, wenn sie öffentliche Gelder erhalten möchten (institutionelle Akkreditierung).
Die institutionelle Akkreditierung wird also von der regionalen Verwaltung anerkannt und hat den Zweck, auf der Grundlage von vordefinierten Qualitätskriterien, die Träger von sanitären Dienstleistungen des SSN herauszufiltern. Abgesehen vom Antragssteller (die Struktur) und dem Gewährleister (die Region) bezieht das Verfahren der Akkreditierung ein drittes Organ mit ein.

Dieses ist mit der Überprüfung der Voraussetzungen der Akkreditierbarkeit beauftragt, die nach Gewährleistungskriterien hinsichtlich technischer Kompetenz, Unvoreingenommenheit und Transparenz der Begutachtung erfolgt. Zu diesem Zweck sieht das D.lgs 229/99 durch die Agentur für Regionale Gesundheitsdienste die Gründung einer Nationalen Kommission für Akkreditierung und Qualität der Gesundheitsdienste (Commissione Nazionale per l’Accreditamento e la Qualità dei servizi sanitari, CNAQ) vor. Diese hat zur Aufgabe, die Voraussetzungen der von Seiten der Regionen für die Feststellung der zur Verifizierung vorgeschlagenen Körperschaften zu definieren; außerdem soll die Einrichtung, in Zusammenarbeit mit analogen regionalen Kommissionen, die Überwachung der verschiedenen regionalen Akkreditierungsmodelle durchführen.
Was hingegen die Programme der freiwilligen Akkreditierung betrifft, bleibt anzumerken, dass viele von ihnen sich an den im Laufe der Zeit von der Società Italiana per la Qualità dell’Assistenza Sanitaria diktierten Wegen orientieren, die seit 1993 eine Reihe von wichtigen Prinzipien vorgegeben hat. All dies trägt seinen Teil dazu bei, den Grad der Sensibilisierung für das Thema zu erhöhen, wie sich bereits in der offenen Zustimmung unseres Landes zur eingeführten ISO-Norm gezeigt hat.

Alles oder nichts

All or none

Ein Nutzen, der durch eine Behandlung erzielt wurde, bei der vorher alle Patienten starben, während bei der aktuellen Anwendung einige überleben, oder vorher einige Patienten starben und jetzt alle überleben.

Anfangszeitpunkt

Inception moment

Jeder Zeitpunkt, zu dem die Beobachtung eines Falls beginnt: der Beginn eines klinischen Stadiums der Krankheit, Krankenhausaufnahme usw. Er muss immer festgelegt werden.

Angemessenheit

Die international anerkannte Definition von Angemessenheit sieht vor, dass eine Leistung dann als angemessen bezeichnet werden kann, wenn sie, abgesehen von ihrer Effizienz, an den Personen erbracht wird, die auch einen reellen Nutzen davon haben, wenn die geeignetste Versorgungsmodalität gewählt wird und wenn die notwendigen Charakteristika (Rechtzeitigkeit, Kontinuität etc.) vorliegen, um effektiv ihre Nützlichkeit zu gewährleisten. Mit anderen Worten: eine Leistung sollte so erbracht werden, dass der klinische Umstand des Patienten und die Anzeichen, bei denen sie sich bisher als effizient erwies, respektiert werden, und zwar im richtigen Moment und unter den geeignetsten Organisationsbedingungen. Die Angemessenheit wird also sowohl hinsichtlich der Modalitäten der Leistungserbringung selbst bemessen, also auch hinsichtlich der gesundheitlichen Bedürfnisse des Leistungsempfängers. Dabei wird eine Reihe von Variablen berücksichtigt, die über die spezifisch klinischen Charakteristika des vorliegenden Krankheitsfalles hinaus gehen. Generell lassen sich die verschiedenen Bereiche der Angemessenheit auf zwei grundsätzliche Komponenten zurückführen (klinische und organisatorische Angemessenheit); außerdem werden sie von den meisten Ländern durch ad-hoc-Indikatoren ermittelt, die in der Tat darauf ausgelegt sind, zu verifizieren, ob das System den Gesundheitsbedürfnissen angepasst und auf allgemein gültige wissenschaftliche Standards aufgebaut ist. In den meisten Fällen handelt es sich um Indikatoren, die Teil eines institutionellen Programms zur globalen Qualitätskontrolle der sanitären Organisation sind, die freilich wiederum zahlreiche zusätzliche Indikatoren zu denjenigen der Qualifizierungsbeurteilung der Dienstleistungsträger aufweisen. Auf jeden Fall trägt die Messung der Angemessenheit sehr viel dazu bei, die gesamte Leistungsstruktur eines Gesundheitssystems zu bestimmen und die eventuellen Veränderungen im Laufe der Zeit zu bewerten. Konsequenterweise muss sie – wie es letztendlich auch für einen Großteil der anderen Dimensionen gilt – als ein Systemelement betrachtet werden, das von den anderen nicht trennbar ist und entsprechend mit integrierten Methoden beurteilt werden muss. In Italien existieren verschiedene Bewertungsinstrumente, insbesondere im Sektor der stationären Krankenhausbetreuung. Aus normativer Sicht beinhalten die Angaben des D.lgs 229/99 explizite Hinweise auf die Angemessenheit als notwendige Bedingung der Grundlegenden Betreuungsniveaus (Livelli Essenziali di Assistenza), die von den SSN geleistet wird. In Italien können viele Indikatoren, die routinemäßig auf Basis des Krankenhausentlassungsbogens (KEB) produziert werden, und einige der Indikatoren, die in das Gewährleistungssystem zur Überwachung der Grundlegenden Betreuungsniveaus (DM 12/12/2001) fallen, effektiv als Indikatoren der Angemessenheit betrachtet werden (wie beispielsweise der Krankenhaussatz für besondere chirurgische Verfahren, der Prozentsatz für vermeidbare Aufenthalte bei akuten oder chronischen Krankheiten etc.); was genauso wie in allen anderen Bereichen der Performanz noch ansteht, ist die Reorganisierung des existierenden Informationssystems bei der Messung des Umfang der Angemessenheit oder ihre eventuelle Implementierung für dieses konkrete Ziel.

Ankerheuristik

Anchoring

Der Arzt neigt dazu, sich auf eine anfängliche Einschätzung zu „fixieren”, die aus einer vorherigen Einordnung des Falles oder einen ersten Eindruck zurückgeht, der damit zu tun hat, wie der Fall vorgestellt wurde. (Quelle: De Gobbi R et al, 2015)

Article Influence Score

Er misst, wie einflussreich ein Artikel im Durchschnitt ist. Man berechnet ihn, indem der Eigenfactor Score einer Zeitschrift durch die Anzahl der Artikel in der Zeitschrift geteilt wird (genormt als eine Bruchzahl von allen Artikeln in allen Veröffentlichungen). Der Wert des Article Influence Score ist auf 1 genormt. Das bedeutet, in einer Zeitschrift mit einem Article Influence Score von 3 ist der Einfluss der in ihr veröffentlichten Artikel um dreimal größer als beim durchschnittlichen Standard. (Quelle: Perfetti O, Impact factor, h-index e la valutazione della ricerca, 2013)

Assoziation

Association

Statistische Abhängigkeit zwischen zwei oder mehreren Ereignissen, Charakteristika oder anderen Variablen. Eine Assoziation kann zufällig oder von verschiedenen anderen Umständen bedingt sein; das Vorhandensein einer Assoziation bedeutet nicht notwendigerweise eine Kausalbeziehung.

Audiocast

Podcast disponibili nel formato audio. (Fonte: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Audiocast

Im Audio-Format verfügbare Podcasts.(Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Ausgleich

Adjustment

Eine Zusammenfassung einer statistischen Messung, bei der die Differenzeffekte in der Zusammensetzung der verglichenen Populationen mittels statistischer Methoden minimalisiert werden.

Ausschlusskriterien

Exclusion criteria

Bedingungen, die die Teilnahme von Kandidaten, die eigentlich die Kriterien zur Teilnahme an der Studie erfüllen würden, dennoch verhindern.

Auswahlkriterien

Operational criteria

Messbare Auswahlregeln von Fällen und Varianten. Zum Beispiel: Für die Studie werden Personen mit einem Bluthochdruck von 160/120 mmHg oder mehr für beide Werte berücksichtigt.

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