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N

Begriff Definition
Nachrichten-Sammler

Feed reader, Feed aggregator, News aggregator

Software, mit der man sich für RSS-Feeds einschreiben kann, um dann deren Inhalte zu lesen. Man installiert sie entweder auf dem eigenen Computer (wie FeedReader) oder nutzt sie im Web (wie Google Reader). ). (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Narrativbasierte Medizin

Narrative-based medicine

Mit diesem Verfahren wird versucht, qualitative Informationen vom Patienten zu erhalten, die dann im verbesserten klinischen Entscheidungsprozess verwendet werden.

Narrative Medizin

Ursprünge Die narrative Medizin ist in erster Linie als Antwort auf eine Situation entstanden, die durch folgende Faktoren charakterisiert ist:

- ein Verständnis der Medizin, das den Patienten in seiner Gesamtstruktur an die zweite Stelle rückt, ihn aufteilt in Organe und von verschiedenen Spezialisten betreute Krankheiten;
- verstärkte Unternehmensorientierung der Gesundheitssysteme;
- das Altern der Gesellschaft, das einen Anstieg chronisch-degenerativer Erkrankungen zur Folge hat; im Umgang mit chronischen Krankheiten nimmt das tägliche Leben des Patienten und seiner Familienangehöriger einen grundlegenden Stellenwert ein;
- eine nicht korrekte Interpretation der Botschaft der EBM, die dazu führt, die Priorität auf die „wissende, explizite und vernünftige Verwendung der geeignetsten wissenschaftlichen Evidenzen, die zur Verfügung stehen,“ zu legen und dabei zu vergessen, diese mit „den Präferenzen des Patienten“ zu verbinden.

An ihrer Festlegung waren beteiligt:
- das Studium der “Humanities” in der Medizin
- die Allgemeinmedizin
- die Erzählungsforschung
- das Studium der Beziehungen mit dem Patienten.

Die Geschichten
Die Geschichte einer Krankheit bildet den Rahmen für einen holistischen Zugang zur Bewältigung der Probleme des Patienten und kann therapeutische oder diagnostische Hinweise erbringen. Eine Geschichte zu erzählen bedeutet, einer Erfahrung einen Sinn zu geben, indem man eine oder eine Reihe von Tatsachen darstellt und dabei eine bestimmte Reihenfolge beim Wachrufen und Erforschen der Ursachen einhält. Das Element der Narration ist ein grundlegendes Element der Medizin: einer ihrer Dreh- und Angelpunkte ist in der Tat die Anamnese, also die Vorgeschichte einer Krankheit. Aus der Perspektive der narrativen Medizin ist die traditionelle Krankengeschichte zugleich die Geschichte einer Krankheit, die vom Arzt erzählt wird. Dieser wiederum liest sie vom Patienten ab, trifft eine Auswahl aus den relevanten Ereignissen und klinischen Daten und ordnet sie neu an, will heißen er überführt sie in eine Akte, wobei er die Befunde der klinischen Untersuchungen, die Berichte anderer Mediziner und alle weiteren als objektiv eingeschätzten Daten hinzufügt.
Um in den Bereich der narrativen Medizin vorzudringen, ist es notwendig, dass die Krankheitsgeschichte, die vom Arzt erzählt wird, durch die Erzählung des Kranken und diejenige, die Arzt und Patient zusammen konstruieren, ergänzt wird. Dabei müssen alle Elemente berücksichtigt werden, die mit einer Geschichte zusammenhängen: die Geschehnisse, die Erzählzeit, die Handlung, die Bedeutung, der Erzähler und die Zuhörer.
Die Anwendung der Narration und des Zuhörens kann helfen, die auftauchende Diskrepanz zu überwinden, die entsteht, wenn man versucht, Forschungsergebnisse in der klinischen Begegnung anzuwenden: die narrative Medizin ist also kein Gegensatz zur EBM-EBN, sondern stellt eine unentbehrliche Ergänzung dar.

Notwendige Kompetenzen zur Anwendung der narrativen Medizin
Die Funktion dessen, der die Erzählung zusammenstellt, erschöpft sich nicht im bloßen Zuhören: in dem Moment, in dem eine Geschichte erzählt wird, öffnet sie sich für den Interpretationsprozess, und der Zuhörer nähert sich dem Erzähler an, um neue Blickwinkel zu entdecken, Lücken in der Erzählung aufzuspüren oder Fragen zu stellen und um am Ende der Unterredung zu einer neuen Version zu gelangen: eine Version, die ergänzt wird durch die neuen, aus dem Gespräch, gewonnen Informationen und dem Wissen des Fachmanns.

Die narrative Medizin erfordert ein aktives Zuhören, das den Erwerb neuer Fähigkeiten beinhaltet, um: - die Hintergründe der Krankheit zu verstehen, aufzunehmen und zu interpretieren; - die zeitliche Komplexität der klinischen Ereignisse zu erkennen und Zusammenhänge herzustellen; - mittels dem Erzählen der Hintergrundgeschichten einen aufrichtigen Kontakt mit dem Patienten aufzubauen.
Eine Ausbildung zur narrativen Medizin sollte daher folgendes vermitteln: - Fähigkeiten des „counsellings“ (der Beratung), will heißen Instrumentarien, mit denen man in der Lage ist, mit Hilfe einer bewussten Anwendung professioneller kommunikativer Techniken die Erzählung zu fördern; - Instrumentarien, die das Personal darauf vorbereiten, den erhaltenen Text richtig zu lesen, zu verstehen und zu interpretieren.
Anwendungsgebiete des narrativen Zugangs
Die Anwendungsgebiete des narrativen Zugangs in der Zusammenfassung von Trisha Greenhalgh, Autorin von Why study narrative?
Die Funktionen der Erzählungen im Diagnosegespräch:
- sie bilden die Form, innerhalb derer die Patienten ihre eigene Krankheit erkunden und beschreiben; - sie ermutigen die Einfühlungsbereitschaft und begünstigen das Verständnis zwischen Arzt und Patienten; - sie ermöglichen die Konstruktion von Bedeutungen; - sie liefern hilfreiche Indizien und Klassifikationen.
Die Aufgaben der Geschichten innerhalb des Therapieprozesses:
- sie begünstigen einen globalen Zugang zur Behandlung;
- sie sind für sich genommen therapeutisch oder palliativ;
- sie können weitere therapeutische Möglichkeiten suggerieren.

Bei der Erziehung des Patienten und des Fachpersonals:
- werden die Geschichten wesentlich leichter erinnert;
- sind sie in der Erfahrung verwurzelt;
- erhöhen sie die Reflexionsfähigkeit.

In der Forschung:
- erschaffen Erzählungen auf den Patienten konzentrierte Eingriffe;
- fordern sie gewonnene Vorstellungen heraus;
- generieren sie neue Hypothesen.

Die Funktionen der Geschichten für die EBM:
- sie sind ein Instrument zur korrekten Formulierung der Fragestellung;
- sie helfen, die “Evidenzen” auf den einzelnen Patienten zu übertragen.

Bibliographie:
Greenhalgh T, Hurwitz B. Narrative based medicine. London: BMJ Books, 1998.
Greenhalgh T. Narrative based medicine in an evidence based world. BMJ 1999; 318: 323-5.
Greenhalgh T. Why study narrative? BMJ 1999; 318: 348-50.
Hurwitz B, Greenhalgh T, Skultans V (eds). Narrative research in health and illness. Oxford: Blackwell/BMJ Books, 2004.
Greenhalgh T, Skultans V (eds). Narrative research in health and illness. Oxford: Blackwell/BMJ Books, 2004.
Tognoni G. Aneddoti, blob, storie e persone. La narrazione come priorità infermieristica? Ass Inf Ric, 2005; 24(3): 110-12.
Narrative, ricerca qualitativa e ricerca infermieristica. Ass Inf Ric, 2005; 24(3): 132-35.
Benaglio C. Per una epidemiologia a partire dalle storie di malattia. Ass Inf Ric, 2005; 24(3): 136-41.
Elli P. Medicina narrativa. In: Gangemi M, Zanetto F, Elli P (a cura di): Narrazione e prove di efficacia in pediatria, pp 1-8. Roma: Il Pensiero Scientifico Editore, 2006.
Greenhalgh T. What seems to be the trouble? Stories in illness and healthcare. Oxford: Radcliffe Publishing, 2006.
Charon R. Narrative medicine: honoring the stories of illness. Oxford: Oxford University Press, 2006.
Bert G. Medicina narrativa. Storie e parole nella relazione di cura. Roma: Il Pensiero Scientifico Editore, 2007.

Naturalistiche Forschung

Naturalistic research

Ein deskriptiver Forschungsansatz im natürlichen sozialen Umfeld, frei von Eingriffen, bei dem nicht-intrusive qualitative Methoden zur Anwendung kommen.

Negativer prädikativer Wert (-PV)

Negative predictive value (-PV)

Der prozentuale Anteil der Personen mit negativem Testergebnis, bei denen die Krankheit nicht vorliegt.

Neyman-Bias

Neyman bias

Ein Bias, das aufgrund von Fällen auftritt, die verloren gehen, weil sie nicht ausreichend Zeit zur Entwicklung hatten oder weil sie nicht schwer genug waren, um zum Zeitpunkt der Studie gemessen werden zu können.

Nicht-randomisierte klinische Studie

Non-randomised trial

In nicht-randomisierten klinischen Studien werden die Versuchspersonen dem Agens des Untersuchungsgegenstandes nicht nach Zufallsprinzipien ausgesetzt. Diese Art des Studiendesigns wird häufig dann verwendet, wenn es nicht möglich oder sinnvoll ist, eine randomisierte kontrollierte Studie durchzuführen. Diese Art der Untersuchung ist besonders dazu geeignet, die Rolle der Störfaktoren bei der Prognose der Krankheit zu beurteilen. Um beispielsweise die kardiovaskulären Risikofaktoren zu bestimmen, ist es nicht ratsam, die Exposition mit Tabakrauch oder eine Hypercholesterinämie zu „verordnen“. Folglich sollten Beobachtungsstudien (prospektiv oder retrospektiv) durchgeführt werden, in denen die Exposition gewählt (Rauch) oder nicht gewählt (zum Beispiel die familiäre Hypercholesterinämie oder ein Fall von miokardischem Infarkt) werden kann.

Number needed to harm

Analog zur Number needed to treat, das heißt der Kehrwert der Differenz bei den Prozentsätzen von unerwünschten Wirkungen. Die Zahl von Patienten, bei deren Behandlung mit einem zusätzlichen Fall von ungünstigen Ereignissen gegenüber der Kontrollgruppe gerechnet werden muss.

Number needed to treat (NNT)

Die Zahl der Patienten, die zur Erzielung eines weiteren positiven Ergebnisses behandelt werden müssen. Sie wird berechnet als 1/Verringerung des absoluten Risikos.

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Letzte Aktualisierung:18/09/2019  - Alle Rechte vorbehalten © 2014
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