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P

Begriff Definition
p-Wert

p value

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ergebnis durch Zufall aufgetreten ist.

Paradigma

Paradigm

Jedes Leitbild oder Beispiel. Die Anschauung von Dingen, Ereignissen und Handlungen um uns herum.

PEER

patient expected event rate

Beim Patienten erwartete Ereignisrate, eine Schätzung des Risikos eines Ergebnisses für ihren Patienten.

Peer Review

Mit "Peer Review" wird das Prüfverfahren zur Bewertung der wissenschaftlichen Qualität bezeichnet, das sowohl von internationalen biomedizinischen Fachzeitschriften als auch von Finanzierungsinstitutionen angewandt wird, bevor ein Artikel veröffentlicht wird oder Gelder für Forschungsprojekte gewährt werden. In einer Fachzeitschrift soll mit dem Peer Review demnach die Qualität von Artikelentwürfen bewertet werden. Je nach Aufbau und Größe des jeweiligen Verlags kann es zwar methodische Unterschiede geben, doch besteht in der Regel die Gewohnheit, nach dem Erhalt eines Aufsatzentwurfs zunächst die formelle und inhaltliche Kohärenz intern zu überprüfen, um anschließend den Entwurf einem oder mehreren externen Gutachtern (den so genannten Referees) vorzulegen. Diese sollen die Arbeit prüfen und ihr Urteil fällen, was meistens in strukturierter Form und unter Anwendung eines vom Herausgeber vorgegebenen Bewertungsrasters erfolgt. Das derzeit angewandte Peer-Review-Verfahren stößt allerdings innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zunehmend auf Skepsis. Angezweifelt werden vor allem dessen Verlässlichkeit sowie die Gefahr von Fremdbeeinflussungen. Konkrete Alternativen zum Peer Review gibt es zwar im Augenblick keine, doch denkt man immer lauter an die Möglichkeit, dieses Prüfverfahren auf den Zeitpunkt des Studienentwurfs vorzuverlegen. Somit würde sich die wissenschaftliche Leitung der Fachzeitschrift bereits im Voraus zu den beabsichtigten Forschungsmethoden und –zielsetzungen äußern, und dadurch schon am Beginn der Studie eine konstruktive Zusammenarbeit mit deren Autoren anbieten.

Peer reviewed journal

Nach der Definition des International Committee of Medical Journal Editors handelt es sich um eine Zeitschrift, die die meisten veröffentlichten Artikel externen Referees zur kritischen Revision vorlegt.

Performanz

Unter Performanz versteht man den Grad, mit dem ein System seine selbst gestellten Ziele verwirklicht. Von dieser allgemein anerkannten Definition leiten sich mindestens drei Forderungen ab:

1. bei Fehlen von Zieldefinitionen wird es sehr schwer, kohärente Indikatoren auszuwählen und die Performanz eines Systems zu messen;
2. der Maßstab der Performanz ist genauso eng verbunden mit den dem System zur Verfügung stehenden produktiven Faktoren zum Erreichen der im voraus festgelegten Ziele, wie mit anderen eventuellen Faktoren und/oder Ereignissen, die sich der Kontrolle des Systems selbst entziehen;
3. die Messung der Performanz eines Systems kann durchgeführt werden in verschiedenen Kontexten, zu unterschiedlichen Zielen, Zwecken und von verschiedenen Personen, weshalb die Standardisierung der verwendeten und akzeptierten Untersuchungsmethoden eine essentielle Grundvoraussetzung darstellt.

Die Weltgesundheitsorganisation ermittelt die Primärziele, denen die Gesundheitssysteme in folgenden Punkten nachkommen sollten:

- Verbesserung des Gesundheitszustandes;
- Gewährleistung finanzieller Chancengleichheit;
- Garantierung der Übereinstimmung des Dienstes mit den Bedürfnissen und Erwartungen der Bezugspersonen;
- Gewährleistung der Zugänglichkeit der angebotenen Leistungen.

Gleichzeitig schlägt die Europäische Union vor, zur Messung der Übereinstimmung mit diesen Zielen, Performanz-Indikatoren einzuführen und diese in drei grundlegende Kategorien zu unterteilen:
Indikatoren des Wahrnehmungsvermögens, Indikatoren des Verfahrens und Indikatoren des Outcome.
Aus einer allgemeineren Perspektive betrachtet lässt sich also der Prozess der Beurteilung der Performanz essentiell anhand den folgenden Punkte beschreiben:

- vorbereitende Strukturierung der Performanz entsprechend allgemeiner Bezugswerte des Gesundheitssystems (die Bezugswerte des Gesundheitssystems innerhalb der Beurteilung der Performanz werden allgemein als Bereiche, Felder oder Dimensionen angegeben);
- Definition der Ziele;
- Auswahl der Performanz-Indikatoren, nach denen die Gradmessung der Übereinstimmung mit den eigenen Zielen erfolgen soll;
- wirkliche und eigene Messung und Evaluation

Es bleibt anzumerken, dass es für jeden der drei zuletzt genannten Punkte von Bedeutung ist, die Perspektiven aller Protagonisten des Gesundheitssystems aufeinander abzustimmen.

Personal Health Record

Persönliche Gesundheitsakte im Web, in die man die eigene Krankengeschichte eingibt. Sie wird von den BürgerInnen direkt kontrolliert. Beispiele für solche Plattformen sind Google Health und Microsoft HealthVault. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

PESICO

Patient/population, Environments, Stakeholders perspectives, Intervention, Comparison, Outcome

In der EBM steht das Akronym PESICO für ein Modell der Formulierung klinischer Fragestellungen, das nicht nur die PICO-Methode anwendet, sondern auch die „Environments“ berücksichtigt, also die Umgebung und die Kenntnisse und Fähigkeiten, die für die Kommunikation mit dem Patienten nötig sind. Der Buchstabe „S“ steht für „Stakeholders perspectives“, also für den Kontext der „Stakeholder“, für ihre Einstellung und ihre Präferenzen. Dieser Aspekt bezieht sich auf die Art von Hilfe, die gegeben werden soll oder nicht, auf die strategischen Eingriffe und auf die Instrumente, die in der klinischen Praxis benutzt werden sollen.

Phänomen der Erwartung

Ascerteinment bias

Es tritt auf, wenn der Arzt dazu neigt, das zu suchen, was er erwartet zu finden: Anamnese, objektive Untersuchung und Ermittlungen werden von den Erwartungen des Arztes beeinflusst. (Quelle: De Gobbi R et al, 2015)

Phänomenologie

Phenomenology

Eine Herangehensweise an eine Untersuchung, welche die Studie der individuellen Erfahrungen selbst betrifft.

PICO

Patient/population, Intervention, Comparison, Outcome

In der EBM steht das Akronym PICO für eine ordentlich formulierte klinische Fragestellung, die sich aus vier Elementen zusammensetzt: Patient/Population: "Wie kann man eine Gruppe von Patienten beschreiben, die der zu behandelnden ähnlich ist?" Intervention: "Welche Hauptstrategie wird in Betracht gezogen?" Vergleichsintervention (Comparator/Comparison): "Wie sieht die Hauptalternative zu der Intervention aus?" Outcome: "Was darf man hoffen, als Ergebnis zu erhalten?" oder "Auf was nimmt dieser Eingriff wirklich Einfluss?"

PICOTT

Patient/population, Intervention, Comparison, Outcome, Type of question, Type of study design

In der EBM steht das Akronym PESICO für ein Modell der Formulierung klinischer Fragestellungen, das nicht nur die PICO-Methode anwendet, sondern zudem auch die spezifische Pathologie hervorhebt, über die es Nachforschungen anzustellen gilt, und die Art von Untersuchung, die ausgewählt werden soll. So steht das erste "T" für "Type of question" und bezieht sich auf Therapie, Diagnose, Prognose und Schaden. Das zweite "T" steht für "Type of study design" und bezieht sich auf die Art der zu ermittelnden Untersuchung.

Placebo

Eine inaktive Version der aktiven Behandlung, die dem Patienten verabreicht wird.

Plagiat

Plagiarism

Geistiges Eigentum anderer, das als eigene Schöpfung ausgegeben wird, oder Prozesse, Ergebnisse oder Aussagen, die ohne entsprechenden Hinweis wiedergegeben werden.

Podcast

Audio- oder Videodatei (gewöhnlich im MP3- oder MP4-Format), die alle, die einen bestimmten Podcasting genannten Verteilerservice abonniert haben, in regelmäßigen Abständen von einem Server im Internet herunterladen können. Die Podcasts können am PC, mit einem iPod oder anderen MP3-Playern angehört oder angesehen werden. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

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