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Begriff Definition
Wahrgenommene (oder relationale) Qualitä

Einer der grundlegenden Bereiche der Qualität im Gesundheitssystem. Die wahrgenommene (oder relationale) Qualität lässt sich im Bereich der Performanz ansiedeln, der sich der Wahrnehmung und der allgemeinen Zufriedenstellung der Patienten gegenüber dem Gesundheitssystem widmet. Normalerweise stehen die Merkmale der wahrgenommenen Qualität in Verbindung mit:

- dem Zugang zu sanitären Leistungen;
- der Wahrung der Rechte;
- dem Komfort der Krankenhäuser und Ambulanzen;
- den Informationen zur Gesundheit, den Therapien und den Versorgungswegen;
- der Humanisierung der Beziehungen zum medizinischen Fachpersonal;
- der Betreuung bezüglich der Angemessenheit und medizinischen Effizienz der erhaltenen Behandlung.

Erst seit kurzem sind diese Aspekte der wahrgenommenen Qualität als grundlegender Bestandteil einer umfassenden Gesundheitsplanung eingeführt worden. Dieser Umstand verdankt sich auch der offenkundigen Anerkennung der zentralen Bedeutung des Patienten nicht allein als Nutzer der Leistungen, sondern auch als Akteur des Systems und als Träger einer eigenen spezifischen Identität. Diese neue Perspektive hat unter anderem zur Ausarbeitung und Verbreitung dessen beigetragen, was als integrierter Zugang zwischen Management und Kundenseite bezeichnet wird. Damit ist gewissermaßen eine Entscheidungslinie gemeint, die die Rolle des Nutzers nicht ausschließt, sondern vielmehr aufwertet. Die wahrgenommene Qualität lässt sich über direkte (Erhebungen über Zufriedenheit oder Beschwerden) oder indirekte (Verhaltensweise/Indizien) Methoden feststellen. Heute sind die vorherrschenden organisatorischen Instrumentarien der Betriebe zur Messung und Verbesserung der wahrgenommenen Qualität der Versorgungsleistungen in erster Linie: die Ämter für Beziehungen zur Öffentlichkeit (ÄBÖ), die Servicekarte, die Erhebungen über die Zufriedenheit und die Qualitätsbüros der Betriebe. Generell berücksichtigen dieses Instrumente verschiedene Qualitätsbereiche: von strukturalen Charakteristika (Angemessenheit der Räume, Funktionalität der technischen Einrichtungen, Hingabe und Qualifizierung des Personals etc.) bis zu organisatorischen und Verfahrensmerkmalen, von spezifisch relationalen Aspekten (die Arzt-Patienten-Kommunikation, gemeinsame Entscheidungen, Respekt, Empathie etc.) bis zu solchen, freilich grundlegenden, die in Bezug stehen zum objektiven Gesundheitszustand und dem aus Sicht der Selbstwahrnehmung. Die wichtigste Innovation auf dieser vor allem relationalen Seite ist vielleicht die konkrete Möglichkeit, die Beteiligung des Patienten nicht nur als einen Aspekt der Beurteilung zu betrachten, sondern als eine zusätzliche Ressource, eine echte und eigene Investition in die Qualität. Diese Möglichkeit verwirklicht sich durch das Instrument des Bürger-Audits, das aus einer kritischen und systematischen Analyse der Aktivitäten der Gesundheitsbehörden besteht und gefördert wird von externen Organisationen unter der Zusammenarbeit mit den selbigen Betrieben. Das Audit antwortet auf die Notwendigkeit, die institutionellen Handlungen transparent und verifizierbar zu machen und zu ermöglichen, dass die Auseinandersetzung zwischen Bürgern und Leistungsträgern strukturiert, will heißen in geregelten Bahnen abläuft, also als tatsächlich konstruktiver und nützlicher Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität.

Wahrscheinlichkeitsverhältnis

Likelihood Ratio

Das Verhältnis zwischen der Wahrscheinlichkeit, mit der anzunehmen ist, dass ein gegebenes Testergebnis bei einem Patienten mit Zielerkrankung auftritt und der zu erwartenden Wahrscheinlichkeit, dass dieses Ergebnis bei einem Patienten ohne diese Erkrankung auftritt.

Web 2.0

Weiterentwicklung des traditionellen Webs, wobei die Inhalte aus dem Mitwirken und der gemeinsamen Arbeit von mehreren NutzerInnen entstehen. Die NutzerInnen des Web 2.0 mit seinen Anwendungen und Tools sind selbst ProduzentInnen und ziehen zugleich ihre Vorteile aus den Informationen. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Web 3.0

Erweiterung des traditionellen Webs und des Web 2.0., in dem die Inhalte klarer strukturiert und einfacher zu interpretieren sind, um ihre Auffindung, Verbreitung und Ergänzung zu erleichtern. Es ist auch unter dem Namen semantisches Web bekannt und befindet sich noch in einer Versuchsphase.(Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Web Impact Factor

1998 hat Peter Ingwersen einen Indikator für Webseiten vorgeschlagen, der Links genauso wie Zitierungen bewertet. Der WIF entspricht der Anzahl an Webseiten in einer Website, die Links von anderen Websites erhalten, geteilt durch die Anzahl der in der Website veröffentlichten Webseiten, die mit einer Suchmaschine auffindbar sind. (Quelle: Perfetti O, Impact factor, h-index e la valutazione della ricerca, 2013)

Weisheit der Vielen

Wisdom of crowds

Der Begriff der "kollektiven Weisheit" verkörpert eine Theorie des Web 2.0, nach der die Vereinigung der Kenntnisse von mehreren und die Kreuzung und Vermittlung jeder einzelnen Idee einen höheren Wert erschaffen, als ihn eine einzelne Person mit überdurchschnittlichen Kenntnissen jemals hervorbringen könnte. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Wiki

Kollaborative Website, die aus untereinander verbundenen Seiten besteht, deren Inhalte durch einen einfachen Browser von den LeserInnen selbst geändert werden können. Die Enzyklopädie Wikipedia ist das bekannteste Beispiel eines Wikis.Fonte: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Wirksamkeit

Effectiveness

Dieser Begriff ist die Übersetzung des englischen Worts "effectiveness"; im Gesundheitswesen versteht man unter "Wirksamkeit" die Fähigkeit, durch einen Eingriff oder eine Leistung die Ziele zu erreichen, für die sie vorgenommen wurden, und den Nutzen und/oder den Vorteil, den ein Individuum oder eine nicht ausgewählte Population durch das Angebot eines Dienstes, einer Behandlung, eines Eingriffsprogramms erhält, deren "klinische Wirksamkeit" (auf englisch "efficacy") in der Zielbevölkerung einer klinischen Studie vorher bewertet wurden. Die klinische Wirksamkeit wird in Versuchsstudien bewertet (zum Beispiel den randomised controlled trials), welche ein diagnostisches Verfahren oder eine Therapie mit einer anderen Strategie oder Behandlung vergleichen, der eine Kontrollgruppe unterzogen wurde, in der idealen Situation, in der alle Patienten die Behandlung, der sie durch Zufall zugeteilt wurden, so einhalten, wie es vom Versuchsprotokoll vorgeschrieben ist.

Wirksamkeit unter Idealbedingungen

Efficacy

Beschreibt die Wirksamkeit einer Behandlung eines gegebenen Gesundheitsproblems unter idealen Forschungsbedingungen

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Letzte Aktualisierung:10/12/2019  - Alle Rechte vorbehalten © 2019
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