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R

Begriff Definition
Randomisierte Kontrollierte Studie

Randomised Controlled Trial, RCT

Eine randomisierte kontrollierte Untersuchung hat ein Studiendesign, das vorsieht, dass die untersuchte Behandlung nur den Personen einer Untersuchungsgruppe verschrieben wird, die zufällig (Randomisierung) nach einem vorher festgelegten Schema ausgewählt werden, nach dem sich die Durchführenden der Untersuchung richten müssen. Der Kontrollgruppe der Studie wird entweder eine Behandlung, deren Effekt bekannt ist, oder aber gar keine Therapie verordnet. Die Studie wird als „doppelt blind“ definiert, wenn weder die Teilnehmer, noch diejenigen Personen, welche die Daten erheben, wissen, wer der Therapie- oder der Kontrollgruppe angehört bzw. wer die Zuteilung verordnet. Therapie und Kontrolle werden entsprechend eines kodifizierten Verfahrens, wie beispielsweise A und B, den Patienten zugeordnet. Die Verteilungsschlüssel werden am Ende der Studie veröffentlicht, wenn alle beteiligten Personen die vorgesehene Therapie abgeschlossen haben. Wird die RCT methodologisch korrekt durchgeführt, wird sie nach Maßstab der sogenannten „Hierarchie der Effizienzproben“ an zweiter Stelle nach den systematischen Revisionen eingestuft.

Randomisierung

Randomization

Randomisierung ist eine Technik, mit deren Hilfe der untersuchte Behandlungstyp per Losverfahren zugeteilt wird (random = Zufall). Die Vergleichsgruppen sollten sich in allen Belangen durchschnittlich gleichen; Ausnahme ist allein die Exposition des Untersuchungsgegenstandes (der häufig eine Therapie ist). Mit der Randomisierung kann Confounding vermieden werden, indem die Eigenschaften der Vergleichsgruppen ausgeglichen werden: für alle an der Untersuchung beteiligten Personen besteht die gleiche Wahrscheinlichkeit, entweder der Versuchs- oder der Kontrollgruppe zugeordnet zu werden.

Rating-System

Webgestütztes System, mit dem man Dienstleistungen oder eine bestimmte Berufsgruppe von der Öffentlichkeit beurteilen lassen kann. Im Bereich des Gesundheitswesens wird Personen durch solche Systeme die Möglichkeit gegeben (auf freiwilliger Basis) ein Urteil über die Arbeit einer Ärztin oder eines Arztes oder über eine Krankenhauseinrichtung abzugeben. (Quelle: Santoro E, Web 2.0 e Medicina, 2009)

Redundante Publikation

Redundant publication

Nicht notwendige, redundante, ethisch nicht akzeptable Veröffentlichung.

Referenzstandard

Reference standard

Ein diagnostischer Test, der bei Experimenten zur Bestätigung der Präsenz oder Absenz der Zielstörung verwendet wird.

Relative Risikoreduktion (RRR)

Relative risk reduction (RRR)

Die prozentuale Senkung der Rate an Ereignissen in der experimentellen Gruppe (EER) im Vergleich zur Ereignisrate in der Kontrollgruppe (CER): RRR = (CER-EER) / CER.

Relatives Risiko (RR)

Relative risk (RR)

Das Verhältnis des Risikos eines Ereignisses in einer experimentellen Gruppe verglichen mit dem Risiko in einer Kontrollgruppe (RR = EER / CER). Nicht zu verwechseln mit der Relativen Risikoreduktion.

Repräsentationsheuristik

Representativeness restraint

Wenn nur die typischen Anzeichen einer Krankheit berücksichtigt und Daten, die eine andere Diagnose ermöglichen, vernachlässigt werden oder wenn eine Diagnose nicht gestellt wird, weil ein Element des typischen Krankheitsbildes fehlt. (Quelle: De Gobbi R et al, 2015)

Reproduzierbarkeit

Reproducibility

Die Resultate eines Test oder einer Messung sind jedes mal, wenn sie durchgeführt werden, identisch oder sehr ähnlich.

Retraction

Dem Eingeständnis eines Autors, dass die Veröffentlichung nicht wahrheitsgetreu war (Plagiat, Fälschung oder Datenmanipulierung), muss eine Retraction folgen, das heißt die Veröffentlichung, deren bibliografische Daten auch aus Datenbanken wie Medline oder Embase gelöscht werden müssen, wird aus dem Verkehr gezogen.

Revisor

Referee

Person, die mit dem Studium der Inhalte eines Verlagsprodukts und deren Bewertung beauftragt wird, um die Entscheidung zur Veröffentlichung oder Ablehnung des Beitrags zu hinterlegen.

Risiko

Risk

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis bei einem bestimmten Patienten oder einer Patientengruppe eintritt. Das Risiko kann als Dezimalzahl oder in Prozent angegeben werden (0,25 = 25%).

Risikofaktor

Risk factor

Jedes veränderbare Merkmal von Personen, Zeiten oder Orten korreliert mit der Häufigkeit der Krankheit. Zum Beispiel: Rauchen als auslösende Ursache von Lungenkrebs

Risikomarker

Risk marker

Jedes nicht veränderbare Merkmal des Patienten, der Zeit oder des Raums, korreliert mit dem Auftreten der Krankheit. Zum Beispiel: Das Alter im Zusammenhang mit Herz-Kreislaufkrankheiten oder mit Tumoren.

Risikoverhältnis

Risk ratio

Siehe Relatives Risiko.

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