Glossario
E
| Begriff | Definition |
|---|---|
| E-journal |
Elektronisch hergestellte und vertriebene Zeitschrift. |
| E-print |
Bis vor einigen Jahren wurde mit diesem Begriff die elektronische Version eines gedruckten Artikels bezeichnet: e-draft war die online zum Zwecke des Austauschs von Kenntnissen zwischen Forschern veröffentlichte Version; e-preprint war der Text in der Form vor der Peer Review. Heute versteht man unter E-print einen im Web veröffentlichten Artikel, der keiner kritischen Revision unterzogen wurde. |
| Editor |
Wissenschaftlicher Leiter einer Zeitschrift oder der Verantwortliche für die Verlagsplanung einer Bücherreihe. |
| EER |
experimental event rate Ereignisrate in der experimentellen Gruppe; siehe Ereignisrate (event rate) |
| Effizienz |
Efficiency Übersetzung des englischen Worts "efficiency": das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln und der Erzielung von Ergebnissen in allen wesentlichen Qualitätsmerkmalen: Angemessenheit, Erschwinglichkeit, Zustimmung, aber vor allem Wirksamkeit. Es ist wichtig, diesen Begriff der Effizienz nicht mit dem zu verwechseln, der aus Kulturen außerhalb des Gesundheitswesens stammt, verstanden als die höchste Anzahl von Leistungen im Verhältnis zu den eingesetzten Mitteln. Die "effizienteste" klinische Praxis ist diejenige, die den Gesundheitszustand der Population, die die Leistung empfängt, am meisten im Verhältnis zu einem bestimmten Budget verbessert. Die Effizienz wird gewöhnlich durch die Prüfung analysiert, ob die für das Erreichen eines Zwecks eingesetzten Mittel hätten auf andere Weise besser verwendet werden können. Zum Beispiel könnten die Kosten der Rückerstattung des staatlichen Gesundheitswesens für eine Therapie zur Abgewöhnung des Rauchens mit den Ergebnissen einer Informationskampagne gegen das Rauchen oder der Erlassung eines strengeren Gesetzes gegen die Raucher verglichen werden. |
| Einfach-blinde-Studie |
Eine Studie, bei der der Beobachter und/oder die Patienten im Dunkeln gelassen werden, welcher Gruppe jeder Einzelne zugeteilt wird oder welcher Population die Versuchspersonen zugeordnet werden. |
| ELPS |
Abkürzung für Electronic Long, Paper Short; diese Formel verwenden zunehmend mehr Zeitschriften, die eine Kurzversion eines auf ihrer Webseite in Langform veröffentlichten Artikels drucken. |
| Embargo |
Bedeutet, dass eine Meldung nicht veröffentlicht werden darf bis zu einem Zeitpunkt, der vom "Produzenten" der Meldung selbst festgelegt wird. |
| Endpunkt-Bewertung |
Outcomes research Beurteilt den Einfluss der Gesundheitsversorgung auf die Ergebnisse der Gesundheit der Patienten und Populationen. |
| Entscheidungsanalyse |
Decision analysis Die Anwendung von expliziten Methoden zur Analyse von Entscheidungen unter Bedingungen der Unsicherheit. |
| EPS |
Abkürzung für Encapsulated PostScript; es handelt sich um ein Graphikformat, das für Dateien mit Vektorbildern geeignet ist. Praktisch handelt es sich bei einer EPS-Datei um eine Textdatei, die in der von Adobe definierten PostScript-Sprache geschrieben ist und das Bild beschreibt; dadurch ist eine perfekte Reproduktion, auch maßstabgetreu, möglich. |
| Ereignisrate |
Event rate Der Prozentteil an Patienten in einer Gruppe, bei denen ein bestimmtes Ereignis eingetreten ist. |
| Erinnerungsbias |
Recall bias Systematischer Fehler, der auf dem Unterschied in der Genauigkeit und Vollständigkeit beruht, der bei der Erinnerung an vergangene Ereignisse oder Erfahrungen auftreten kann. |
| Ethnographie |
Ethnography Die Studie einer Population in ihrer natürlichen Umgebung; eine auf qualitative Methoden basierende deskriptive Zusammenfassung des Lebens und der soziokulturellen Umwelt in einem definierten sozialen System. |
| Evidenz |
Evidence Der englische Begriff "evidence", der im Terminus evidence-based medicine auftaucht, bedeutet jede Art von Daten oder Informationen, aussagekräftig oder nicht, die durch Erfahrung, beobachtende Forschung oder Versuchsarbeit (trial) gewonnen wurde. Auch die von der klinischen Forschung abgeleiteten Beweise haben nicht immer den gleichen Wert, da dieser zum großen Teil von der für den Aufbau der Studie verwendeten Methode, der Qualität, mit der sie vorgenommen wurde, der Kohärenz mit den Ergebnissen ähnlicher Studien, der Bedeutung und der Übertragbarkeit in die klinische Praxis abhängt. In den letzten Jahren haben verschiedene Studiengruppen an der Entwicklung von Systemen gearbeitet, die die Wirksamkeitsbeweise nach ihrer "Qualität" einstufen können, mit dem Ziel, eine Hierarchie für die Erstellung von Leitlinien aufzubauen und zuverlässige klinische Empfehlungen zu geben. Obwohl die Ergebnisse, zu denen die verschiedenen Teams kamen, oft unterschiedlich sind, so finden sich doch fast immer an der Basis der so genannten "Evidenzpyramide" die Meinungen der Experten, die beschreibenden Häufigkeitsstudien, die case report und die Reports einer Serie von Fällen. Es folgen die nicht kontrollierten Studien, das hießt die, die zum Beispiel die Wirksamkeit einer Therapie beurteilen, ohne sie mit einer anderen Behandlung zu vergleichen, die einer Population mit gleichartigen Merkmalen wie der behandelten verabreicht wurde. Wertvoller sind die kontrollierten nicht randomisierten klinischen Studien. In diesem Fall wird die Therapie, deren Wirksamkeit geprüft werden soll, einer oder zwei Krankengruppen zugewiesen, aber nicht auf zufällige Weise. Weit mehr zuverlässig ist die randomisierte und kontrollierte Studie, die eine Kontrollgruppe verwendet und der Zufälligkeit (Randomisierung) die Zuweisung der Versuchs- oder Standardtherapie überlässt. Die von Originalstudien stammende Evidenz ist selten homogen und die Ärzte können auf widersprüchliche Ergebnisse stoßen. Aus diesem Grund wurden Suchmethoden entwickelt, um noch zuverlässigere und deutlichere Synthesen anzubieten: die Metaanalyse und die systematische Reviews. Für mehr Informationen können Sie die online verfügbare Dokumentation konsultieren: Levels of Evidence and Grades of Recommendation <br/> Oxford Centre for Evidence-based Medicine How to use the evidence: assessment and application of scientific evidence <br/> National Health and Medical Research Council, Australia |

