Zehn der wichtigsten Wissenschaftsmagazine Italiens haben einen offenen Brief an die italienische Premierministerin Giorgia Meloni und Gesundheitsminister Orazio Schillaci geschickt, in dem sie auf die dramatische Situation des kubanischen Gesundheitssystems verweisen, das früher zu den besten der Welt gehörte. Die von Scienza in rete angestoßene und von ANSA verbreitete Initiative fordert Italien auf, sich nicht abzuwenden, und erinnert an die maßgebliche Unterstützung der kubanischen Ärzte während der schwierigsten Phasen der COVID-Pandemie in der Lombardei und im Piemont und an den wesentlichen Beitrag, den sie gegenwärtig im kalabresischen Gesundheitssystem leisten.
Heute befindet sich die Insel als Folge des verschärften Embargos der USA und der Energiekrise in einer existenzbedrohenden Lage und den Gesundheitseinrichtungen fehlt es an Elektrizität und medizinischer Ausrüstung. Die Situation in den Krankenhäusern ist dramatisch: wegen des Mangels an lebensrettenden Medikamenten ist die Überlebensrate bei pädiatrischen Tumoren von 80 % auf 65 % gesunken, 96 000 Menschen warten auf eine Operation und jede Woche können 300 chirurgische Eingriffe an Kindern nicht durchgeführt werden, weil Sauerstoff und Anästhetika knapp sind.
Die Unterzeichner des Appells – darunter Maurizio Bonati, Luca De Fiore, Luca Carra und Eva Benelli –erinnern trotz des politischen Drucks aus Washington, die Zusammenarbeit mit Havanna zu beenden, daran, dass es ein Menschenrecht auf Gesundheit gibt, das nicht politisch missbraucht werden darf. Auf der Plattform von Scienza in rete https://www.scienzainrete.it/node/20789 kann man den vollständigen Brief lesen und unterzeichnen.
